Kältesofortkompresse vs. Kältespray

Tipps für die Sporttasche: Lieber Kältesofortkompresse als Kältespray

Zu den sinnvollsten Dingen, die man sich in seine Sporttasche packen kann, gehört auf jeden Fall eine Kältesofortkompresse. Wir sind bereits an anderer Stelle im Zusammenhang mit der PECH-Regel darauf eingegangen. Da immer wieder einmal die Frage auftaucht, ob es auch ein Kältespray tut, möchten wir gerne heute einmal die Vor- und Nachteile der Kältesofortkompresse und Kältesprays gegenüber stellen.

Die Kompresse besteht aus einem größeren, äußeren Beutel, befüllt mit z.B. Harnstoff, und einem kleinen, inneren Beutel, befüllt mit Wasser. Bringt man durch Pressen den kleinen Beutel zum Zerplatzen, läuft das Wasser aus und der Harnstoff beginnt sich im Wasser zu lösen. Dabei kühlt das Wasser stark ab. Der große Vorteil der Kompresse ist, dass eine länger anhaltende Kälte entsteht. Durch den langanhaltenden Kälteeffekt, gelingt es gut auch tiefer liegende Gewebeschichten abzukühlen. Besonders bei heftigen Sportverletzungen, wie Prellungen, Stauchungen, Umknicken oder Bänderrissen, hilft die Kälte so Gewebeschwellungen und Blutergüssen vorzubeugen. Aus Umweltschutzgesichtspunkten betrachtet, haben wir es bei der Kältesofortkompresse „nur“ mit Folie zu tun, der harmlosen Chemikalie Harnstoff und Wasser. Der große Nachteil ist, dass die Kompresse nur einmal verwendet werden kann. Darüber hinaus kann der äußere Beutel versehentlich durch spitze Gegenstände zerstört werden, der innere im ungünstigsten Fall zerplatzen, wenn mal ein schwerer Gegenstand auf die Kompresse fallen sollte.

Kältesprays enthalten gerne eine Mischung verflüssigter Gase, wie z.B. Butan und Propan. Dazu kommt häufig auch Isopropylalkohol zum Einsatz. Sehr gerne wird auch Menthol eingesetzt. Sprüht man die Mischung auf die Haut, verdunsten die Gase und der Alkohol, wobei sie Verdunstungskälte erzeugen. Der Einsatz von Menthol ist dabei sehr trügerisch. Denn Menthol erzeugt keine richtige Kälte, sondern reizt Kälterezeptoren in der Haut, so dass wir lediglich Kälte empfinden, ohne dass tatsächlich eine echte Abkühlung stattfindet. Der eigentliche Kühleffekt der Verdunstung hält nämlich nur kurz an, weshalb in der Regel mehrfach für einen ausreichenden Effekt gesprüht werden und das Ganze über einen längeren Zeitraum wiederholt werden muss. Ein großer Nachteil gegenüber der Kältesofortkompresse. Auch aus Umweltschutzgesichtspunkten steht die Kompresse um Längen besser da. Bei den Sprays kommen zahlreiche verschiedene Materialien, wie Metalle und Kunststoffe zum Einsatz. Die Gase gelangen bei der Anwendung in die Umwelt, zudem sind sie extrem hoch entzündlich und die Spraydosen dementsprechend hitzeempfindlich, was besonders im Sommer zum Problem werden kann, wenn man die Sporttasche z.B. in die Sonne legt.

Unser Fazit, aus Preisgründen mögen die Sprays insbesondere wegen ihrer mehrfachen Anwendbarkeit attraktiv erscheinen, doch ist die Kompresse eindeutig unser Favorit.

Alles Liebe und bleibt sportgesund!

Euer ApoPhysio-Team Dennis und Andreas

 

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